Grundlagenwissen der Fotografie
Tiefenschärfe
Die Tiefenschärfe, oder auch Schärfentiefe genannt, bezeichnet den scharf abgebildeten Bereich eines Fotos.
Sie kann sich, z.B. auf einer Landschaftsaufnahme, über einen Bereich von 5 Metern bis zum Horizont erstrecken, d.h. diese Distanz wird dann scharf abgebildet. Sie kann aber auch ledeglich eine Distanz von 5 bis 10 cm erreichen, z.B. bei einer Macroaufnahme.
Es gibt vier verschiedene Faktoren die hierbei eine Rolle spielen.
1. Um eine große Tiefenschärfe zu bekommen gilt folgendes:
Der Blendenwert: Hier gilt es eine möglichst kleine Blende, d.h. einen großen Blendenwert, z.B. Blende 11, zu wählen.
2. So weit es die Bildgestaltung zulässt, eine kurze Brennweite wählen, z.B. 28 mm.
3. Eine lange Belichtungszeit wählen, bei schwachem Licht etwa von einem Stativ aus.
4. Es gilt die Regel je kleiner der Sensor, oder das Filmmaterial, umso größer die Tiefenschärfe.
Dies ist auch der Grund dafür, dass kleine Kompaktkameras meistens scharf bis zum Horizont abbilden, da sie ja in der Regel mit einen sehr kleinen Sensor ausgestattet sind. Das ist natürlich ein Faktor den ich nicht beeinflussen kann, ich muss ihn, je nach Kamera-Typ, hinnehmen. Für jede o.a. Regel gilt natürlich auch das Gegenteil.
Fazit:
D.h. je größer die Blendenöffnung, je länger die Brennweite, je kürzer die Belichtungszeit und je größer das zu belichtende Medium, je weniger Tiefenschärfe habe ich.
Und auch diese Variante ist wichtig, z.B. bei einem Portrait, da würde ein scharfer Hintergrund stören und vom Gesicht ablenken. Anders wiederum bei einer Landschaftsaufnahme, dort will man meistens alles scharf abgebildet haben, am besten bis zum Horizont.
Der Goldene Schnitt
"Nur mit Mühe kann man die Kamera zum Lügen zwingen. Im Grunde ist sie ein ehrliches Medium"
(Edward Weston)
Ob ein Bild eine Eigendynamik entwickelt, ob es lebt oder leblos wirkt,
hängt u.a. auch von der Bildgestaltung ab. Zu oft wird das Motiv in die Mitte des Bildes plaziert. Es wirkt flach und ohne Anreiz darin zu verweilen. Durch leichtes verschieben des Motives nach rechts oder links (im Verhältnis 5:8 oder ungenauer 2:3) bekommt das Bild urplötzlich eine andere (harmonischere) Wirkung, einen anderen Ausdruck und die nötige Spannung um den Betrachter sozusagen "abzuholen". Das Bild fängt somit an zu leben. Diese Erkenntnis - in der Fachsprache "Goldener Schnitt" genannt - ist ursprünglich in der Malerei entstanden und wurde schon in der Antike angewand und letztendlich dessen Bedeutung auch in der Fotografie übernommen und umgesetzt. Exakt bedeutet der Goldene Schnitt das mathematische Verhältnis zweier Zahlen von 1:1,618.
Vereinfacht spricht man auch von einer Drittelung des Bildes, wobei das Hauptmotiv - z.b: bei einem Sonnenuntergang- nie in der Mitte, sondern entsprechen der Regel im oberen oder unteren Teil des Bildes liegen sollte.
Zeit/Blende
Das Zusammenspiel von Zeit und Blende ist das A und O in der Fotografie.
Zeit steht für Belichtungszeit, d.h. wie lange unser Sensor belichtet wird.
Die Blende reguliert wie viel Licht auf den Sensor trifft.
Wie viele Pixel werden benötigt
| Auflösung der Kamera | Bildgröße |
|---|---|
| 1,3 Megapixel | bis 9x13 cm |
| 2 Megapixel | bis 10x15 cm |
| 3 Megapixel | bis 13x18 cm |
| 4-6 Megapixel | bis 30x45 cm |
| 7-8 Megapixel | bis 40x60 cm |
| 9-10 Megapixel | bis 60x90 cm |
| > 10 Megapxiel | > 60x90 cm |
Welche Kameras gibt es?
Es gibt 5 Arten von digitalen Kameras.
- digitale Sucherkamera oder Kompaktkamera
- Digitale Spiegelreflexkamera kurz DSLR
- Camcorder
- Bridgekamera, kompakt Kamera mit sehr hohem Zoom und manuellen Möglichkeiten.
- Fotohandy, die meisten Handys haben mittlerweile eine Kamera, aber diese kommen nicht an die Qualität einer „richtigen Kamera“ ran.
Was sind Pixel?
Ein Pixel ist ein Bildpunkt. Ein digitales Bild besteht aus vielen Pixeln. z.B. benötigt man für ein Bild das die Größe von 10x15cm hat ca. 2 Millionen Pixel.
Warum haben aber digital Kameras schon 10 Millionen Pixel? Ganz einfach, Sie wollen auch mal ein Poster abziehen, dann brauchen Sie mehr Pixel denn wenn Sie ein Bild mit 2 Megapixeln in 30x40 abziehen würden dann wären die Pixel sehr groß und man würde sie auf dem Bild sehen. Haben Sie aber 10 Millionen Pixel so ist das Bild fein, da die Pixel nicht in die Größe gezogen werden.
Was bedeutet ISO?
ISO ist ein anders Wort für Filmempfindlichkeit, diese informiert über das Maß der Lichtempfindlichkeit eines Films. Im Gegensatz zu einem analogen Film kann man bei Digitalkameras den ISO-Wert für jedes Bild manuell einstellen. Eine kleine „Faustregel“ Je weniger Licht zur Verfügung steht, desto höher muss die Empfindlichkeit sein.
Was ist der Weißabgleich?
Der Weißabgleich ist die Abstimmung einer Digitalkamera auf die jeweilige Farbtemperatur. Neben dem automatischen Weißabgleich kann man meist auch noch zwischen „Tageslicht“, „bedeckter Himmel“, „Kunstlicht“, und „Neonlicht“ gewählt werden, um die Farben noch realistischer wiederzugeben.
Was ist der Autofokus?
Der Autofokus ist die automatische Scharfeinstellung des Motivs. Neben dem Autofokus gibt es noch den Manuellen Fokus, hier stellt der Fotograf am Objektiv die Schärfe ein.
Was ist die Belichtungsmessung?
Damit Ihre Fotos immer richtig belichtet werden sind analoge und digitale Kameras mit einem Belichtungsmesser ausgestattet. Es gibt versch. Arten der Belichtungsmessung
Selektive Mehrfeldmessung:
Bei der Selektiven Mehrfeldmessung wird die Bildmitte und der umliegende Bereich des Bildmotivs gemessen, dabei erfasst die Kamera relativ viele unterschiedliche Lichtwerte, aus den so ermittelten Werten wird ein Mittelwert bestimmt, der dann zur richtigen Belichtung verwendet wird.
Mitenbetonte Integralmessung:
misst die Helligkeit über die gesamte Bildfläche mit höherer Priorität der Bildmitte. Bei Motiven mit durchschnittlicher Helligkeitsverteilung ist diese Messung problemlos. Bei Motiven mit sehr viel dunkel-(oder hell-) Anteil versagt sie aber schnell, weil sie alles was sie misst als 18%helles Grau darstellen will.
Spotmessung:
Die Spotmessung ist eine sehr genaue Methode der Belichtungsmessung, erfordert aber sehr viel Erfahrung des Fotografen. Bei ihr wird nur ein minimaler Bereich (ungefähr 1 bis 5%) in der Bildmitte zur Messung des Lichtes genommen. Optimal geeignet ist die Spotmessung, wenn intensive Lichtpunkte eine größere Fläche zur Messung unmöglich machen.
Was ist ein Bildstabilisator?
Ein Bildstabilisator unterstützt Sie beim Fotografieren, durch ihn können Sie längere Verschlusszeiten aus der Hand halten, oder im Telebereich verwacklungen vermindern.
Es gibt verschieden Arten eins Bildstabilisators. Optisch, hier ist ein Linsensegment beweglich und gleicht Ihre „Wackler“ aus. Daneben gibt es noch den mechanischen Stabilisator, hier ist der Sensor „beweglich“ und gleicht Ihre Verwacklungen aus. Dann gibt es noch den Elektronischen Stabilisator, hier nimmt die Kamera mit einer kürzeren Verschlusszeit auf und dadurch ist die Gefahr des verwackeln geringer.
Über 500.000 zufriedene Kunden.


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